ControllerDNA
Zahlen lügen nicht. Richtig lesen. Vorteil nutzen.
DEMO Guide
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1.1 Aufbau Zahlenbasis
Kostenartenrechnung / Aufbau Zahlenbasis
H-01
BasisDNA
Überblick und Zielsetzung
Wie Sie bereits wissen, bauen wir auf Basis Ihrer SuSa zunächst die Zahlenbasis für die gesamte KLR auf. Hierfür müssen sämtliche Konten entsprechend in die Bereiche Bilanz, Umsatz, Material, Operativ, Neutral und Anderes klassifiziert werden. Erst dann kann weiter vorgegangen werden.
Fact Box
In der Summen- und Saldenliste finden sich sämtliche Konten Ihrer Buchhaltung. Jene müssen in folgende Kategorien aufgeteilt werden:
Bilanz: Sämtliche der Bilanz angehörigen Konten sind für die KLR nicht relevant und können vernachlässigt werden. Oft beginnen die Kontonummern mit 0, 1, 2, 3.
Umsatz: Diese Konten werden im Rahmen der KLR benötigt. Wichtig: Die Rede ist von Umsatzkonten, die aus Ihrem direkten Kerngeschäfts resultieren. Andere Umsätze (Erträge) fallen in die Kategorie "Neutral". Die Kontonummern für den Umsatz starten oft mit 8 (Deutschland) und/oder 4 (Österreich, Schweiz).
Beispiele die auf den Umsatz-Konten verbucht werden:
Produktionsbetrieb: Umsatz aus Verkauf von produzierten Produkten
Logistikunternehmen: Umsatz aus Frachten
Handwerker: Umsätze aus handerklichen Leistungen
Beratungsunternehmen: Umsatz aus Honoraren
Hotel: Logierlöse
Material: Die Materialkoten zeigen den Materialeinsatz. Es handelt sich um Kosten, die im Rahmen der Leistungserbringung unmittelbar angefallen sind. Sie können der erbrachten Leistung (wir sprechen vom Kostenträger) direkt zugerechnet werden, weshalb sie direkte Materialkosten genannt werden.
Wichtig: Die Rede ist nicht von Hilfsmaterialien, die nur „unterstützend“ eingesetzt werden (jene gehören in die Kategorie „Operativ“).
Die relevanten Kontonummern starten üblicherweise mit 4 (Deutschland) und/oder 5 (Österreich, Schweiz).
Beispiele die auf den Material-Konten verbucht werden:
Produktionsbetrieb: Kunststoffgranulat, Stanzteile, Schnittholz, Furniere
Logistikunternehmen: Maßgefertigte Paletten, Einweg-Plomben, Spezielfolien
Handwerker: Sicherungskästen, Armaturen, Wandfarben
Beratungsunternehmen: Kauf von Marktstudien, 3D-Druckmodelle
Hotel: Lebensmittel für die Küche, Sekt zur Kundenbegrüßung
Operativ: Es handelt sich hierbei um Positionen, die nicht direkt im Rahmen der Leistungserbringung angefallen sind. Sie sind das Gegenstück zu den direkten Materialkosten und werden Gemeinkosten genannt. Oft beginnen die Kontonummern mit 5, 6 und/oder 7.
Beispiele die auf den Operativ-Konten verbucht werden:
Abschreibungen
Verbrauchsmaterial
Versicherungen
Leasingkosten
Unterhalt und Wartung
Softwarelizenzen
Neutral: Hierbei handelt es sich um Konten, die nicht dem tagtäglichen (operativen) Geschäft zugeordnet werden dürfen. Sie sind unabhängig der KLR zu betrachten und werden deswegen auch nicht benötigt. Wie Sie später sehen werden, stellen sie schlussendlich die Differenz des Gewinnes zwischen der Buchhaltung und Ihrer KLR dar. Meist beginnen diese Kontonummern mit 7, 8 und/oder 9.
Beispiele die auf den Neutral-Konten verbucht werden:
Spenden
Steuern
Zinsaufwendungen
Zinserträge
Anderes: Unter dieser Kategorie finden sich Konten, die eigentlich nicht in eine Summen- und Saldenliste gehören. Die Konten wurden für andere Zwecke angelegt und dürfen auch nicht in die KLR übernommen werden.
Beispiele für solche Konten:
Migrationskonto
Kalkulatorische Abschreibung
Fertigungsabweichungen
Interne Leistungsverrechnung
ToDo
Kategorisieren Sie sämtliche Konten Ihrer SuSa und summieren Sie die angefallenen Beträge entsprechend. Im Download-Bereich finden Sie eine Liste mit über 250 Kontenklassifizierungen, als auch ein anonymisiertes Beispiel wie eine Kategorisierung in der Praxis aussehen kann.
Downloads
Verwenden Sie die nachfolgende Liste mit Kontenklassifizierungen als Nachschlagewerk. Das anonymisierte Praxisbeispiel zeigt, wie die Strukturierung in der Praxis aussehen sollte (dieses Kundenbeispiel wird übrigens über alle ToDos hinweg fortgeführt).
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